Schmuckband Kreuzgang

Konzertreihe César Franck (Teil 2)

Termin: Samstag, 15.09.18 - 19:30
St.Bonifatiuskirche
Liebigstraße 28
Gießen

Daniel Beilschmidt spielt die 12 großen Orgelwerke von Cesar Franck in drei Konzerten

(05.Sept. - 15.Sept. - 03.Okt. 2018)

 

Konzert II
15.09. 2018

César Franck (1822-1890)

“Grande piéce symphonique”

Grande pièce symphonique, op. 17  

 

Prélude, Fugue et Variation, op. 18  

 

Pastorale, op. 19  
(aus den 6 Pièces pour Grand Orgue, 1860-63)

Final, op. 21 

 

Daniel Beilschmidt an der Eule-Orgel

 

Das dritte und letzte Konzert mit den Werken von César Franck findet

am Mittwoch, 03. Oktober statt.


Der Eintritt zu unseren Mittwochskonzerten ist frei.

Wir bitten am Ende um eine großzügige Spende zur Finanzierung unserer neuen Orgel.


 

César Franck

César Franck, geb. 1822 im belgischen Lüttich, kam mit dreizehn Jahren zum Studium an das Königliche Konservatorium nach Paris, wo er 1838 einen ersten Preis im Klavierspielen, zwei Jahre späteren einen Preis in Fugenkomposition und Orgel erhielt. Nach einigen Jahren als Organist an verschiedenen Pariser Kirchen, Chororganist und Kapellmeister entstanden zwischen 1856 und 1864 seine ersten großen Orgel Kompositionen. Im Jahre 1872 wurde ihm die Stelle als Professor für Orgel am Konservatorium übertragen, die er bis zu seinem Tode im Jahre 1890 innehatte. Anfang Juli 1890 erlitt Franck bei einem Zusammenstoß mit einem Pferdeomnibus schwere Verletzungen, an denen der vier Monate später verstarb.

César Franck wird als der Begründer des französisch-symphonischen Orgelstils angesehen. Mit seinem Namen verbindet sich der Aufschwung der französischen Orgelmusik bis hin zu den Orgelsymphonien Viernes. Der formale Einfluss der deutschen Klassiker Mozart, Beethoven, Schubert ist in der komplexen und zyklischen Gestaltung seiner Orgelwerke spürbar. Den Orgelwerken kommt musikgeschichtlich die größte Bedeutung des Gesamtwerks von Franck zu. Schon die frühesten Interpreten wie Duruflé und Dupré brachten Francks Werk in unterschiedlichen Auslegungen zur Aufführung. Seine letzten Kompositionen Trois Chorals, komponiert 1890, kamen erst zwei Jahre nach seinem Tod zur Aufführung wie auch Teile seines Gesamtwerks.

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Daniel Beilschmidt

Daniel Beilschmidt (c) Thomas Puschmann
Daniel Beilschmidt

Daniel Beilschmidt, geboren 1978, studierte Orgel mit Konzertexamen bei Arvid Gast, Ullrich Böhme, Stefan Johannes Bleicher, Hans Fagius, Bernhard Klapprott und Michael Kapsner in Leipzig, Kopenhagen und Weimar.

2009 wurde er in das Amt des Leipziger Universitätsorganisten berufen, 2009 bis 2015 war er Assistenzorganist an der Leipziger Thomaskirche. Seit dem Wintersemester 2015/16 ist er Künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Im Dezember 2017 begann mit der Eröffnung der Neuen Universitätskirche St. Pauli für Daniel Beilschmidt ein neues Kapitel. Er konzipiert und betreut an den beiden neuen Orgeln von Metzler (II/P,7) und die Jehmlich (III/P, 46) die musikalische Ausgestaltung der Universitätsgottesdienste, Universitätsvespern sowie akademischer Festveranstaltungen.
Konzerte führten ihn über Deutschland hinaus nach Skandinavien, Belgien, Polen, Russland, die Ukraine, Argentinien, Mexiko und die USA.

2013 erschien seine Debüt-CD mit Olivier Messiaens Zyklus „Méditations sur le Mystère de la Sainte Trinité“, aufgenommen an Messiaens langjähriger Wirkungsstätte, der Èglise de la Sainte Trinité in Paris. 2017 wurde die erste Tonaufnahme aus der Neuen Universitätskirche, die CD „Fortuna desperata“ mit Orgelmusik aus Gotik und Renaissance mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.