Wenn aus Fremden Freunde werden

Deutsch-Brasilianische Jugendbegegnung

Jugendbegegnung2018 (c) Katrin Pulipara
Jugendbegegnung2018
Mi, 17. Okt 2018
Katrin Pulipara

Alles begann 2013 mit dem Besuch des Weltjugendtags in Brasilien und einem Besuch der Partnergemeinde in Rondonopolis. 2015 folgte dann ein Rückbesuch unserer brasilianischen Freunde.

2017 war nun der Startpunkt für die Jugendbegegnung. Mit 13 Teilnehmern aus Nieder-Olm und Umgebung begaben wir uns auf die Reise nach Brasilien unter dem Motto Frieden und Gerechtigkeit (UN-Nachhaltigkeitsziel Nr. 16) Mit dem Gefühl, dass die Zeit zu schnell vorbei gegangen ist, stehen wir jetzt am Ende der Rückbegegnung. Mit unseren Freunden aus Rondonopolis verbrachten wir die letzten 2 Wochen in Berlin und Nieder-Olm. In der gemeinsamen Zeit hatten wir die Chance, uns  über Politik, Geschichte, Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit, Glauben und Frieden in den einzelnen Ländern und den ganz eigenen Wünschen, Hoffnungen und Ängsten, die in Jedem von uns schlummern, auszutauschen. Des Weiteren haben wir gemeinsam beim Sozialprojekt in der Katholischen Kindertagesstätte St. Georg in Nieder-Olm  unter anderem gemeinsam mit den Kindergartenkindern das Außengelände verschönert, Lieder gesungen und getanzt, sowie kleinere Aufräumarbeiten erledigt. Auch rund um die Katholische Kirche St. Bartholomäus in Zornheim haben wir kräftige mit angepackt, Hecken zurückgeschnitten, Unkraut gejätet, unser Gemeinschaftsgefühl gestärkt und unseren Teil zu einem gelungenen Gemeindeleben beigetragen.

Was wir aus dieser Zeit mitnehmen dürfen, ist schwer in Worte zu fassen, als Fremde gestartet, stehen wir uns heute als Freunde auf Augenhöhe gegenüber, Klischees und Vorurteile wurden abgebaut, unterschiedliche Sprachen beeinträchtigen Kommunikation nicht, Musik durchbricht Stille und Grenzen, unser Blick und Einstellung auf und zu vielen Dinge hat sich geändert, Offenheit für Neues, ermöglicht uns die Chance wertvolle Erfahrungen zu erleben und Gastfreundschaft ist ein Gut, welches wir uns erhalten sollten.

Ein bisschen wehmütig, aber doch mit voller Dankbarkeit, für all das, was wir erleben und lernen durften und für die Erinnerungen die uns keiner mehr nehmen kann, blicken wir dem Ende entgegen und hoffen, dass die Freundschaften und Erfahrungen nicht verblassen.

Ein herzlicher Dank geht an engegemt global, im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), ELAN e.V., den Katholischen Fonds, die Stiftung Jugendraum, der Aktion Mensch und an alle, die uns unterstützt und diese Jugendbegegnung ermöglicht haben.