Sehen und Hören

Die Klais-Orgel in St. Stephan

Orgel St. Stephan (c) Fa. Klais
Orgel St. Stephan
Mo, 22. Okt 2018
Jörg Leuninger

„Sehen und Hören“ – unter diesem Motto trafen sich am Freitag, den 19.10.2018 Mitglieder und Freunde des Orgelbauvereins St. Bartholomäus in der Mainzer St. Stephans Kirche, um die vor fünf Jahren neu gebaute Klais-Orgel anzuschauen und anzuhören. Hans-Gilbert Ottersbach, Hauptorganist von St. Stephan und Dr. Manfred Wittelsberger, Orgelsachverständiger des Bistums Mainz, stellten die Entstehungsgeschichte dieses beeindruckenden Instrumentes vor und standen für jegliche Fragen zur Verfügung. Das als „metallischer Monolith“ entworfene Instrument mit einer Höhe von 14m spiegelt in faszinierender Weise das blaue Licht der einzigartigen Chagall-Fenster in der Kirche wider. Nicht nur optisch ist die große 3-manualige Klais Orgel mit 3.006 Pfeifen eine Attraktion. Den großen Reichtum an Klangfarben konnten die Besucher in den zwei Impressionen des zeitgenössischen Komponisten Markus Hollingshaus zu den Chagall-Mittelfenstern erleben, die Hans-Gilbert Ottersbach an seiner Orgel interpretierte. Von den tiefen 32’-Basspfeifen des „Willigis-Bass“ bis zu den ätherisch schwebenden Klängen des „Vox Coelestis“ Registers im Schwellwerk durchzogen verschiedenste Klangfarben den Kirchenraum mit seiner großen Akustik. Zwei Organisten unserer Gemeinde, Manfred Götz und Jörg Leuninger, die im Vorstand des Orgelbauvereins aktiv tätig sind, durften ebenfalls an dem Instrument musizieren und stellten mit der Interpretation französischer und amerikanischer Orgelkompositionen die Klangkraft des Instrumentes den Zuhörern zusätzlich unter Beweis. Der informative Abend löste Faszination bei den Besuchern aus und steigerte bei dem ein oder anderen die Vorfreude auf die möglichen Klangerlebnisse mit unserer neuen Klais-Orgel in Zornheim deutlich.