Das einmalige Erlebnis, wie eine neue Orgel entsteht...

Aufbau 2015 (c) Claudia Runde

Bis zur feierlichen Orgelweihe in St. Bonifatius am 12. September 2015 gab es viel zu tun und zu bedenken: Vorbereitungen, Ankunft, Aufbau, Intonation ... die Arbeiten und vielfältigen Eindrücke rund um den Orgelneubau waren ein einmaliges Erlebnisse.!

Seit Februar 2015 stand das Gerüst im hinteren Teil unserer Kirche. Es wurden Renovierungsarbeiten an der Empore durchgeführt, bevor dann ab dem 13. April 2015, nach dem Weißen Sonntag, die Anlieferung der Orgel in Einzelteilen erfolgte. Mehrere Orgelbauer waren mit dem Aufbau beschäftigt sein. Da die Teile der Orgel erst nach und nach auf die Empore befördert werden konnten, wurde ein großer Bereich des Kirchenraums in den ersten vier Wochen für die Zwischenlagerung benötigt.

Dann endlich war es soweit: Die Orgel kam…!

Stand 20. März 2015: „Auf der Empore sind die Renovierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen, lediglich geringfügige Elektroarbeiten werden noch ausgeführt. Das Gerüst wird in der kommenden Woche (teilweise) wieder abgebaut. Zum Orgelaufbau wird später ein Lastenaufzug installiert. Der Termin für die Anlieferung der Orgel hat sich etwas nach hinten verschoben und ist nun für den 4. Mai 2015 vorgesehen. Der Grund für die Verschiebung ist eine verzögerte Holzlieferung zum Bau des Podests an die Firma Eule. Der Bau der Orgel selbst liegt im Zeitplan.“

Im Zuge der Renovierung wurde auch das Rosettenfenster komplett gereinigt und überholt. Durch den Lichteinfall wirkt die wunderbare Rosette nun noch schöner.

Der Orgelaufbau begann!

Anfang Mai 2015 traf die neue Orgel für St. Bonifatius in Gießen ein – in unzähligen Einzelteilen, die dann in wochenlanger Arbeit zusammengebaut wurden. Insgesamt vier Lkw-Ladungen waren erforderlich, um ca. 8 Tonnen Material von Bautzen nach Gießen zu transportieren.

Die neue Orgel hat 2.659 Pfeifen, dazu kommen der Spieltisch, das Gehäuse, Ventilatoren, Bälge, Windkanäle und vieles mehr. Die kleinste Pfeife misst ohne Pfeifenfuß ca. 1,5 cm bei einem Durchmesser von ca. 3 mm. Die größte Pfeife ist ca. 5,20 m hoch bei einem Durchmesser von ca. 30 cm.

Zur Platzierung der Orgelteile und zur Einrichtung der Montagewerkstatt wurde vorübergehend der gesamte Kirchenraum benötigt. Bis Freitag vor Pfingsten war die Kirche daher nicht nutzbar.

Orgelführungen in der Bauzeit

Für interessierte Einzelpersonen und kleine Gruppen wurden Besichtigungen der Arbeiten angeboten, die auch sehr gut genutzt wurden. Das Interesse an unserer neuen Orgel war zu spüren.